Flughafen Quito

Ecuador/Kolumbien in Zeiten von Corona

Tag 1 und 2

Endlich ist es so weit. Nach fast zwei Jahr Abstinenz beginne ich eine fünfwöchige Reise nach Ecuador und Kolumbien. Ich bin neugierig was sich unter Corona in dem letzten Jahr in den Südamerikanischen Länder verändert hat. Hauptreiseziel ist für mich Ecuador. Eine sehr gute Freundin von mir hat mich eingeladen während meines Aufenthaltes bei Ihr zu wohnen.

Ich fliege mit Iberia über Madrid nach Quito. Zeit zum umsteigen im Flughafen Madrid 50 Minuten. Ankunftszeit Quito 19:55 Uhr. Das Einchecken München Flughafen zwei Stunden vor Abflug kein Problem mit dem Zusatz, dass ich meine vollständige Coronaimpfung und die Transitbestätigung für Spanien vorzeigen musste. Dasselbe beim Einsteigen ins Flugzeug, wo ich mir natürlich die Frage stelle, warum zweimal. Im Flughafen und an Bord generelle Maskenpflicht. Das mein Flugzeug endlich nach 30-minütiger Verzögerung abhob machte mir ein wenig sorgen.

Angekommen im Terminal 4 in Madrid umsteigen zu Terminal 4s. Dazu zur Untergrundbahn die mich zum Terminal bringen soll. Zeit zum Abflug 20 Minuten. Als ich den Bereich der Immigration erreichte traf mich fast der Schlag. Hier standen nicht nur hunderte es müssen grob geschätzt an die 1000 oder mehr gewesen sein. Dicht gedrängt in mehreren Schlangen warteten sie auf ihre Abfertigung. Hier zeigt sich wieder der Charakter einiger Menschen. Viele ließen mich vor, um mir die Chance zu geben meinen Flieger zu erreichen. Regt sich ein deutscher auf und beharrte stur darauf das ich genau so in der Reihe zu warten habe wie er. Gut – mit einer Stunde Verspätung erreichte ich der Gatte meines Fliegers. Ein Wunder, er war noch da. Mit eineinhalb Stunden Verspätung konnte es endlich losgehen mit dem großen Flug über den Atlantik. Im Flug wurde ein Fragebogen ausgeteilt, der dann von der Einreisebehörde in Quito eingesammelt wurde. Es beinhaltete Fragen zur Person, Wohn und Aufenthaltsort.

Die Einreise unkompliziert und zügig. Abgabe des Fragebogens, Passkontrolle mit der Frage wie lang man im Land bleiben will, Stempel und durch war man. Die nächste Aufregung bei der Gepäckausgabe. Mein Gepäck kam und kam nicht. Bald stand ich fast allein im Raum. Die Förderbänder standen still. Mein Koffer nicht da. Sollte mir dasselbe wieder passieren wie in Calli, als mein Gepäck in Paris landete? Ich machte einen Rundgang und siehe, mein Koffer stand so einsam und allein im Raum. Ich denke, und so sah es dann auch im inneren des Koffers aus, wurde er vorher kontrolliert.

Schnell zum Ausgang, wo meine Freundin Nidia mit einen Straus Blumen auf mich wartete. Ich bin neugierig, da ich sie zum ersten Mal persönlich gegenüberstehe. Kennen tue ich sie schon seit sechs Jahre, aber nur über Facebook und WhatsApp. Uns verbindet eine gemeinsame politische und soziale Einstellung.

Gemeinsam geht es zu Eurocar um ein Auto abzuholen was ich mir für eine Woche gemietet habe. Schon vorneweg gesagt, für die letzten 14 Tage meines Aufenthaltes hatte ich auch ein Auto reserviert was ich nach diesem Erlebnis stornierte. Nach dem Erledigen der Formulare und Schlüsselübergabe am Schalter im Flughafen wurde ich von einen Mitarbeiter nach außerhalb gefahren und mir das Fahrzeug übergeben. Nun durfte ich im dunklen zum Flughafen zurückfahren ohne nähere Informationen um meine Begleitung und mein Gepäck zu holen. Das heißt Einfahrt in die Parkzone (Gebühren). Dabei habe ich mich verfahren und stellte das Fahrzeug verkehrt ab und zum Überfluss verlor ich meinen Parkschein. Die Polizei war sehr nachsichtig mit mir und drückte beide Augen zu. Parkgebühren wurden jedoch für den ganzen Tag erhoben. Das Auto selbst war Schrott, keine Zugkraft, Radio defekt. Ich habe mir in vielen Ländern Fahrzeuge gemietet, aber so einen schlechten Service und schlechtes Fahrzeug noch nie erlebt.

Jetzt nur noch 280 Kilometer nach Nueva Loja. Nach deutschen Verhältnissen etwa drei Stunden. Ich habe dazu acht Stunden gebracht. Ich wurde im Vorab gewahrt, fahre bloß nicht nachts hieß es. Wer nicht hört muss fühlen. Zuerst fuhr ich die E20 Richtung Baeza. Hier quälte ich mich stellenweise in Schrittgeschwindigkeit den Pass auf ca. 4100m hinauf. Die Abwärtsfahrt ging schneller, jedoch passierte mir hin und wieder, begünstigt durch die mangelhafte Scheinwerferbeleuchtung das ich das eine und andere Schlagloch übersah und um meine Achse fürchten musste.

Kurz vor Baeza bog ich auf die E45 ab nach Nueva Loja. Irgendwo bei Manuel Galindo war die Strasse zu ende. Einfach zu Ende, nur Steine, Schotter und riesige Löcher. Ich war mit meinem Latein am Ende. Dunkel, nichts zu sehen blieb ich erst mal am Rand der Straße stehen und wusste nicht weiter. Meine Beifahrerin konnte mir auch nicht helfen. Sie fährt zwar öfters mal nach Quito mit dem Bus aber hat aber meisten sie Zeit schlafend verbracht.

Etwa eine halbe Stunde fuhr ein großer Track vorbei. Gefolgt von einen zweiten und einen modernen Überlandbus. Den folgte ich einfach und erreichte nach ca. 1km wieder eine befestigten Straßenabschnitt. Wie ich später feststellte, war das gerade ein Straßenabschnitt der neu gebaut wird. Gegen 08.00 Uhr erreichte ich leicht genervt und übermüdet meinen Bestimmungsort.

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