CLAUDIA, MATO GROSSO STATE, BRAZIL: AUGUST 2020:Members of the rural settlement 12 de Outubro in the city of Cláudia in the state of Mato Grosso try to put out the fire from an illegal burning in an Environmental Reserve area in the Amazon rainforest. Fire season in the Amazon biome during an expedition by the Rainforest Foundation to monitor the relationship between soy production in Brazil and its relationship with the deforestation of the Cerrado and Amazonia biomes. CREDIT: Victor Moriyama for Rainforest Foundation

Ganz offen, mich ekelt dieses Verhalten an.

Klimaschutz, jeder der heute etwas von sich hält ist für den Klimaschutz. Besonders dann, wenn Wahlen vor der Tür stehen. Wenn man sich so die Wahlprogramme der einzelnen Parteien ansieht, steht plötzlich der Klimaschutz an vorderster Stelle. CSU/CDU, Sozialdemokraten und im Besonderen die Grünen sehen sich hierbei als Vorreiter. Schon interessant, seit Jahren wissen wir, wie schlecht es um unsere Mutter Erde bestellt ist. In den letzten Jahren gab es von den Parteien keine nennenswerten Anstrengungen das zu ändern. Nur endlose Debatten im Bundestag und Bundesrat ohne irgendwelche greifbaren Ergebnisse. Ich frage mich, wieso plötzlich dieser Sinneswandel. Klar, die Wahlen. Deutschland hat es dieses Jahr hart gebeutelt. in Nordrhein-Westfalen starben 47 Menschen und In Rheinland-Pfalz kamen bei der Flutkatastrophe mindestens 142 Menschen, davon 141 im Ahrtal ums Leben. Ganz abgesehen von den riesigen Sachschäden in der Infrastruktur und persönlichen Besitz der dort lebenden Bewohner. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu enormen Schäden. Vergessen wir nicht die Waldbrände in Griechenland, Spanien und Russland die einfach nicht unter Kontrolle gebracht werden können. Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen, auch wenn die AFD und die Querdenker etwas anderes behaupten. Die Partei, die in der Lage ist, die Wähler mit einen bündigen Klimakonzept zu überzeugen hat gute Chancen die Mehrheit zu gewinnen.

Jetzt habe ich eine interessante E-Mail von Herrn Christoph Bautz, Campact-Vorstand und Carla Reemtsma, Pressesprecherin bei Fridays for Future mit der Bitte für Plakate und Aufkleber, Zeitungsanzeigen und Bühnen in den großen Städten zu spenden. Sie rufen 48 Stunden vor der Bundestagswahl zum großen Klimastreik auf, um noch unentschlossene Wähler zu motivieren zur Wahl zu gehen. Ich frage mich bloß, an welche Partei haben sie dabei gedacht? An Laschets Union haben sie glaube ich nicht gedacht. Diese hat lange genug den Klimaschutz blockiert und die Protestbewegung der Fridays for Future gleichgültig ausgesessen. Mit einer SPD oder FDP-Regierung wird es vermutlich nicht anders aussehen. Also muss man zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Grünen das Rennen machen sollen.

Ich habe die bitte um eine Spende abgelehnt. Das man mich richtig versteht, ich bin für eine radikale Wende im Klimaschutz. Dieses muss jetzt geschehen, wir haben keine Zeit mehr. Schaffen wir es nicht, werden unsere Enkel und Urenkel uns verfluchen.

Auf der einen Seite verstehe ich nicht, dass sie tausende von Euros für Papier und Farbe ausgeben wollen was vermutlich nicht im Interesse des Klimaschutzes liegt. Auch wenn das Papier recycelt werden kann. Die Farbe und die notwendige Energie zur Herstellung und Recycling ab er nicht. Im Weiteren wollen sie tausende während der Corona Zeit auf die Straße bringen. Da frage ich mich, ob das im Sinne der Menschen ist.

Ich muss es noch einmal betonen. Für mich ist der Klimaschutz sehr wichtig und bin dafür, dass wir für ein besseren Klimaschutz einstehen und endlich Maßnahmen ergreifen, um die Zerstörung der Erde aufzuhalten. Ich weiß von was ich rede, weil ich selbst mit eigenem Auge sehe, was unseren tropischen Wäldern in Brasilien, Ecuador oder Kolumbien angetan wird. Mein Problem dabei ist, dass ich die Bewegung Fridays for Future nicht vertraue und der Grünen Partei schon gar nicht. Zwischen ihren Aussagen und Ihrem Handeln sehe ich viele Wiedersprüche.

Eine Grüne Partei unter Führung einer Frau Annalena Baerbock ist für mich unwählbar. Nicht weil sie ihren Lebenslauf manipuliert und anderer kleiner Verfehlungen, die nur ein Ausdruck fehlender Reife in meinen Augen sind. Auch nicht, weil sie Mehrheitsbeschlüsse ihrer Partei in Frage stellt. Diese Frau ist falsch.

Oder wie wollen sie es bezeichnen, wenn diese Frau großspurig behauptet für die Menschenrechte einzustehen. Die Diktaturen in Belarus und Russland verurteilt, aber kein Wort über den Völkermord in Kolumbien verliert. Das passt aber gut zum gegenwärtigen Trend. Sie versucht sich politisch zu profilieren, indem sie Regierungen angreift, die gegen die Regeln und des Demokratieverständnisses der EU verstoßen. Da spielt es keine Rolle das in Kolumbien tausende in einem Jahr ermordet werden. Einen Freund der EU und Partner der Nato sieht man das schon nach. Ganz offen, mich ekelt dieses Verhalten an. Mord ist Mord, egal welches System, welche Regierung daran beteiligt ist. Diese Menschen müssen zur Verantwortung gezogen werden. Es kann nicht sein das eine Seite durch Sanktionen bestraft werden und andere für ihren Völkermord noch Geldgeschenke erhalten.

Ich habe ihr, wie an alle Parteien im Bundestag einen offenen Brief zu diesem Thema gesendet. Mit dem Ergebnis, dass man es vorzieht zu schweigen, mit Ausnahme der Fraktion der Linken. Vielleicht wäre es jetzt vor der Wahl anders und man erinnert sich daran das jeder Wähler zählt. Ansonsten ist diese Ignoranz der Ausdruck unserer Politiker was sie über ihr Volk denken. Wir sind weiter nichts als dumme Statisten in ihrem Machtpoker.

Ich weiß das die Abgeordneten der Grünen unter anderen Frau Baerbock eine Anfrage über den Kohleimport aus Kolumbien gestellt hat. Damit kennen Sie die entsprechende soziale Situation in der Region der Kohleproduktion. Sie wissen genau, wieviel Kohle wir aus Kolumbien importieren. Wir schließen unsere Braunkohletagebaue und importieren die fehlende Kohle dann auf Kosten ihrer Umwelt und den dortigen Menschen. Die Kohle aus Kolumbien kommt zu großem Teil aus dem Nordosten des Landes. Die Kohleförderung in dem 69.000 Hektar großen Tagebau El Cerrejón auf dem Gebiet des indigenen Volk Wayuu hat den dort lebenden Menschen ihre Lebensgrundlage genommen. Die nun schon 30 Jahren andauert Kohleförderung, hat einen extremen Mangel an Wasser verursacht und damit die Landwirtschaft, Ziegenzucht und Fischerei, von denen die Wayuu früher lebten, zerstört. El Cerrejón hat sich außerdem frühere Lebensräume der Gemeinden angeeignet und den Vertriebenen so den Zugang zu ihrer traditionellen Nahrungsversorgung versperrt. El Cerrejón verwendet täglich mehr als 17 Millionen Liter des lokalen Wassers, während jeder Einwohner durchschnittlich über 0,7 Liter von nicht trinkbarem Wasser pro Tag verfügt. Insgesamt sind in den letzten neun Jahren circa 6.000 Wayuu-Kinder durch Mangel gestorben. Das schlimme an dieser Tatsache ist, dass diese Partei, diese Zustände kennen und nichts dagegen unternehmen. Wollen wir nicht erst den Import von Kohle einstellen und dann unsere Kohletagebaue schließen. Das halte ich persönlich als eine bessere Lösung. Es ist unmoralisch unsere Umwelt auf Kosten anderer Völker zu sanieren.

Wenn ich nun die Ideen dieser Partei zum Klimaschutz genauer analysiere, muss ich so leid mir es auch tut Sigmar Gabriel recht geben der Baerbock Vorschlag zum Klimaschutz als „Volksverdummung“ bezeichnet.

Auch die Bewegung Fridays for Future kann mich nicht so richtig überzeugen. Wo bleibt zum Beispiel in ihrer Bewegung die Solidarität mit den Klimaaktivisten die tatsächlich ihre ganze Persönlichkeit, ihre Gesundheit sogar ihr Leben für die Erhaltung unsere Umwelt einsetzen? Fast täglich werden in Südamerika Umweltaktivisten ungestraft wie Tiere gejagt, gefoltert und getötet. Besonders betroffen die Indigene Stammesführer, die natürlichen Verbündeten der Umweltbewegung. Weder die Ikone Greta noch andere führenden Umweltschützer haben bisher auf Demonstrationen gegen diesen Völkermord demonstriert oder zu Protesten aufgerufen. Ich habe Frau Thunberg vorgeschlagen doch nach Brasilien zu reisen, um sich demonstrativ an die Seite der Indigenen Aktivisten zu stellen. Das war ihr wohl zu gefährlich, jedenfalls habe ich keine Antwort erhalten.

Tut mir leid, ich stehe ihrer Bewegung sehr skeptisch gegenüber, obwohl unsere Ziele dieselben sind. Es ist leicht für etwas zu demonstrieren, solange man selbst nichts opfern muss. Ich bin nicht überzeugt davon, dass die Anhänger der Bewegung auf ihren Wohlstand verzichten wollen und nur ein neues Handy kaufen, wenn das alte defekt ist. Auch hier kann ich eine lange Liste an Beispielen anführen.

Ich bin gerne bereit zu spenden, und das tue ich jeden Monat in größeren Beträgen. Aber nicht für Plakate oder anderen nutzlosen Zeug, sondern in die Ausbildung und Unterstützung von Familien die durch unserem Konsumverhalten in bitterer Armut leben.

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