Mehrheit stimmt für Anti-Kuba-Resolution

Fast unbemerkt vor der Öffentlichkeit, hat eine Mehrheit des EU-Parlament eine Resolution gegen die kubanische Regierung verabschiedet und stellt sich somit gegen die Politik der EU-Kommission, die mit Kuba kooperieren will.

Der EU-Abgeordnete Hermann Tertsch begründet das so: „Es ist schlimm, dass wir hier im Parlament einen Außenbeauftragten haben, der kubanische Diktatur verteidigt, die seit über 60 Jahren Jagd auf das Volk macht, es versklavt, foltert und ermordet.“

Ich habe den Verdacht das dieser Stellvertretender Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Konservativen sein Gehirn versoffen hat und die hinter ihm stehen ebenfalls.

Dieser Mann sollte mal nach Cuba fliegen und sich mit deren Menschen unterhalten statt Hass und Missgunst zu sähen. Dieser ewige gestrige denkt, er kann seine Vorstellungen über soziale und gesellschaftliche Normen anderen Völker aufdrängen. Im Übrigen ist diese Resolution ein Beispiel wie unsere Politiker mit zweierlei Maß messen.

Wo bleibt die Resolution des EU – Parlament gegen die Regierung Kolumbien und Brasilien. Finden dort nicht in gravierender Art und Weise, Menschenrechtsverletzungen statt?

Verstößt die EU nicht selber gegen Menschenrechte, indem sie gegen Kolumbien und Venezuela Wirtschaftssanktionen verhängen, die sich in erster Linie gegen die Bevölkerung richtet. Mit welchem Recht verweigern Banken die Freigabe von venezolanischen Bankguthaben das für den kauf von Impfstoffen für COVID 19?

Vergleichen wir doch einmal die „demokratische“ Republik Kolumbien mit der „Diktatur“ Kuba.

Die Hälfte der Kolumbianer leben ohne Krankenversicherung und sind damit von einer medizinischen Versorgung ausgeschlossen. In Cuba ist die medizinische Versorgung ihrer Menschen zu 100% verwirklicht. Ich kann mich auch nicht erinnern das die EU die kubanische Hilfe abgelehnt hat im Kampf gegen COVID 19

Gestern schliefen 200 Millionen Kinder auf der Straße, weil das Dach fehlte, und ich versichere, dass keines von ihnen in Cuba war, aber viele von ihnen Kolumbianer.

In Kuba gibt es keine Analphabeten, dafür abertausende Kolumbianer. Das Studium in Cuba ist kostenlos und für alle Schichten der Bevölkerung zugänglich. In Kolumbien haben nur privilegierte Zugang zu einem qualitativ hochwertigen Studium. Kuba ist in Kultur, Sport, Gesundheit und Bildung die besten in der Region.

In den letzten Jahren wurden tausende soziale Führer, Menschenrechtler, politische Gegner in Kolumbien getötet, aber keiner auf dem kubanischen Territorium.

In Kolumbien zu leben und zu arbeiten ist eine Herausforderung für einen Journalisten, der diesen Beruf ausüben möchte. Er kann in Kolumbien jederzeit getötet werden, in den letzten Jahren wurden in Kolumbien 36 Journalisten ermordet. Nennt mir einen getöteten Journalisten in Kuba. In Kuba wird niemanden ermordet, weil sie anders denken.

Herr Hermann Tertsch soll mir den Namen eines gefolterten kubanischen Aktivisten nennen. Ich kann ihn einem duzenden Namen von kolumbianischen Aktivisten geben.

Kolumbien gilt als eines den korruptesten und mörderischsten Ländern der Welt. Drogenkartelle paktieren mit Präsidenten. Kolumbien hat die höchste Arbeitslosenquote in der Region und die höchste Mordrate. Wahlen werden manipuliert und gekauft.

Natürlich hängt Cuba Wirtschaftlich auf vielen Gebieten zurück. Aber ich denke das wissen wir alle weshalb. In erster Linie nicht am Führungsstiel der Regierung. Verantwortlich sind diejenigen, die Sanktionen und Blockaden verhängen. Es gibt vieles nicht zu kaufen, vieles muss improvisiert werden. Es muss aber keiner hungern, auch wenn es nicht jeden Tag Fleisch zu essen gibt.

In Kolumbien leben 45% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Viele wissen oft nicht, ob sie am Tag überhaupt etwas Nahrung bekommen.

In Kolumbien leben 45% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Viele wissen oft nicht, ob sie am Tag überhaupt etwas Nahrung bekommen.

Was dabei herauskommt, haben wir ja in den letzten Jahren gesehen. Nur Zerstörung, Tod Elend und Hunger. Wir brauchen bloß in den Nahen Osten schauen, wo wir unser eingemischt haben. Jedes Mal, wenn wir uns einmischen, wird die politische Lage unstabiler.

Peter Blöth

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